Abnehm-Bremse: Stoppen Milchprodukte die Fettverbrennung?

Mehrere Diäten, die auf den Prinzipien der Slow-Carb-Ernährung beruhen, werden derzeit sehr erfolgreich im deutschsprachigen Raum online angeboten. Die bekanntesten Vertreter sind 10WBC (10 Weeks Body Change) mit Detlef D! Soost und Veronas Geheimnis mit Verona Pooth.

Eine häufig gestellte Frage zu derartigen Diäten betrifft Milchprodukte, die in den Ernährungskonzepten verboten sind – außer direkt nach einer Sporteinheit sowie am sogenannten Load-Tag oder Schlemmertag. Dabei fällt der Verzicht auf Milch im Kaffee den Anwendern beider Programme besonders schwer. Gerade regelmäßige Kaffeetrinker geben an, dass der Kaffee nur mit (aufgeschäumter) Milch schmeckt. Die Umstellung auf schwarzen Kaffee scheint schwerer zu fallen als der Verzicht auf Süßes oder auf Brot.

Daher stellt sich die Frage, wie Milchprodukte grundsätzlich die Fettverbrennung stören, und ob die verhältnismäßig kleine Menge Milch im Kaffee nennenswerte Auswirkungen auf den Insulinspiegel und damit auf den Abnehmprozess haben kann.

Milchprodukte haben zwar einen relativ niedrigen Wert auf dem glykämischen Index, der die Auswirkung kohlenhydrathaltiger Lebensmittel auf den Insulinspiegel abschätzt. Demzufolge sollte die Wirkung von Milchprodukten auf den Insulinspiegel gering sein. Auf dem Insulinindex, der die Wirkung eines Lebensmittels auf die Ausschüttung von Insulin direkt misst, erzielen Milchprodukte allerdings sehr hohe Werte, die in etwa denen von Weißmehlprodukten entsprechen. Die Ursache dafür ist noch nicht abschließend erforscht. Wissenschaftliche Hypothesen vermuten, dass die spezifische Art der Milchproteine verantwortlich für den hohen Insulinausstoß ist.

Dem Grunde nach sind Milchprodukte also in der Lage, durch ihre hohe insulinotrope Wirkung die Fettverbrennung zu unterbrechen.

Es bleibt die Frage, ob die relativ geringen Mengen an Milch im Kaffee zu einer nachhaltigen Störung führen können. Meist trinken Kaffeetrinker mehrere Tassen täglich, in unterschiedlichen Intervallen von morgens bis nachmittags. Dabei unterbricht der Insulinausstoß durch die beigefügte Milch jedes Mal die Fettverbrennung in der Zelle, die nach dem Verbrauch des verfügbaren Zuckers erst wieder angekurbelt werden muss. Dabei entsteht zwischenzeitlich ein niedriger Zuckerspiegel im Blut. Das Gehirn reagiert auf einen niedrigen Blutzuckerspiegel äußerst sensibel und antwortet, indem es ein Hungersignal auf schnell verfügbare Kohlenhydrate, beispielsweise süße Speisen auslöst. Je nach Heftigkeit des Signals kann es sehr schwierig sein, dem Heißhungergefühl nicht nachzugeben.

Schließlich tritt auch noch ein langfristiger Effekt auf. Der Körper benötigt eine Weile, bis er sich an die regelmäßige Energiegewinnung durch Fettverbrennung und die gleichmäßigeren Zucker- und Insulinspiegel durch die Abwesenheit von Kohlenhydrat-Spitzen gewöhnt hat. Dieser Effekt kann nicht eintreten, wenn die Fettverbrennung mehrmals täglich unterbrochen wird, so dass der Hunger auf schnelle Kohlenhydrate nicht nachlässt.

Fazit: Milchprodukte sind offenkundig für das Abnehmen nicht förderlich, wenn die Gewichtsreduktion durch eine Umstellung der Ernährung auf proteinreiche Kost mit verstärkter Fettverbrennung erzielt werden soll. Wem der Kaffee ohne Milch nicht schmeckt, der findet bei fitundschlank.de Vorschläge für Lösungen, ebenso wie die Untersuchung der Frage, ob der Verzicht auf Milchprodukte, insbesondere Käse, möglicherweise zu Mangelerscheinungen führt.

 

Autor: fitundschlank.de

 

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